In den letzten Jahren haben sich die Meldungen immer wieder gehäuft. In den Nachrichten sah man davon und in den Zeitungen las man darüber. Aber stimmt es wirklich oder ist es vielleicht einfach nur ein Vorurteil oder ein Klischee, dass die Medien aufbauschen und gerne bedienen?
Sind Motorradgangs immer kriminell?
Die wohl bekanntesten Vertreter von Motorradgangs sind die weltweit bekannten Hell´s Angels. Um sie und ihr Erscheinen werden viele Geschichten erzählt. Die Hell´s Angels stammen ursprünglich aus den USA und wurden dort 1948 als Rocker- und Motorrad Club gegründet. Der Grundgedanke war eine enge Kameradschaft zu zelebrieren und die Leidenschaft zum Motorrad in der Gemeinschaft auszuleben. Als Randerscheinungen galten damals die Musik, die etwa im Bereich des Rock oder Hard-Rock oder auch Heavy-Metal zu suchen war und auch noch heute zu finden ist und das Feiern unter dem Einfluss von Alkohol. Die Mitglieder der Hell´s Angels fahren meist alle ein Motorrad der Marke Harley Davidson und tragen einer Lederkutter mit dem typischen Hell´s Angels Logo. Die Motorradgang der Hell´s Angels wurde schon frühzeitig mit dem Drogenhandel und Gewaltverbrechen in Verbindung gebracht. Zahlreiche Mitglieder der Gang standen schon vor einem Gericht und wurden verurteilt. Für die Mitglieder der Hell´s Angels zählen Werte wie Freiheit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Respekt. Und so gab es immer mehr begeisterter Anhänger dieser Gang, sodass mittlerweilen in vielen Ländern auf der ganzen Welt Mitglieder der Hell´s Angels auf ihren Motorrädern durch die Straßen fahren. Die Hierarchie in einem Hell´s Angels Club ist klar festgelegt und beginnt mit einem Supporter und endet an der Spitze mit dem Präsidenten. Jeder Club besitzt ein eigenes Vereinshaus, indem Treffen und Feiern abgehalten werden.
Neben den Hell´s Angels gibt es noch zahlreiche andere Motorradgang wie etwa die Bandidos, die Black Rider, Road Runner oder auch die Outlaws. Alle Motoradgangs haben sich nicht aus dem Grund zusammengeschlossen, kriminelle Handlungen zu vollziehen. Für alle Motoradgangs stehen die Leidenschaft zum Bike und das Zusammengehörigkeitsgefühl an erster Stelle und das hat auch bis in die heutige Zeit noch die höchste Priorität.
Es ist jedoch nicht abzustreiten, dass Mitglieder einer Motoradgang immer wieder mit dem Gesetzt in Konflikt geraten. Sei es nun durch Drogen- oder Gewaltdelikten oder auch in Zusammenhang mit dem organisiertem Verbrechen, wie Prostitution. Und sicherlich wird dieses negative Bild durch die Medien, die Politik und natürlich auch durch die Motorradgang selbst, verstärkt. Motorradgangs führen gegenüber der Außenwelt ein sehr abgeschottetes und strukturiertes Vereinsleben und lassen selten Außenstehende an ihrem Lebensgefühl teilhaben.
Im Gegensatz dazu beklagen sich viele Biker aber auch, über das negative Erscheinungsbild, welches von ihnen in der Presse und in den Medien dargestellt wird. Aus der Sicht vieler Biker werden sie durch Polizei, Ermittlungsbehörden und Politiker vollkommen falsch dargestellt und immer mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht.
Sicherlich sind nicht alle Biker Unschuldsengel. Und besonders dann nicht wenn in den Medien wieder etwas von einem Rockerkrieg zwischen zwei rivalisierenden Motorradgangs zu lesen, hören oder zu sehen ist. Aber nicht alle Mitglieder einer Motorradgang sind Prügelknaben und warten nur auf die nächste Gelegenheit ihre Fäuste sprechen zu lassen. Es soll sogar schon mal Biker gegeben haben, die einer älteren Dame über die Straße geholfen haben. Man sollte also nicht pauschalisieren sondern, jeden Biker als ein eigenständiges Individuum sehen.
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